Die Kuna-Indianer mögen angeblich den Namen SAN BLAS nicht – macht nix, wir können uns sowieo kaum mit ihnen verständigen. Spanisch wäre schon mal ganz gut, aber, wer kann das schon?
Nun denn, wir hängen hier herum und lassen uns es gut gehen. Wir (Heidi!) kaufen viele MOLA´s, das sind handbestickte Stoffteile die zugegebener Maßen recht farbenfroh und spacig aussehen.
Ab und zu kommt ein Fischer vorbei – wir kaufen Fisch:
Der erste Fisch war echt super, das Messer eines gewissen Oliver G. aus K. besteht den ersten Outdoor Härtetest. Der zweite, Tags darauf, war irgendwie merkwürdig. Frisch, aber eher wie aus ALIEN Part 6. Nun denn, die Freunde der MAUNIE haben beim Abendessen dankend den Nachschlag abgelehnt und wir die Reste des Aliens über Bord entsorgt…
Das Leben hier an Bord ist nach wie vor recht komfortabel: Kaltes Bier, leckeres Essen und, falls gewünscht: Musik! Wenn wir Wasser brauchen, lassen wir den WATERMAKER laufen – solange wir Diesel haben, kein Problem! An Land ist das schon anders: Zunächst mal kein Strom – was eine junge Indianerin dazu verleitet, uns ihr Handy zum Laden an Bord zu überlassen.
Wasser ist natürlich auch Mangelware. In der Tat wirkt das Leben der Indianer recht ursprünglich.
Und wie üblich sind es die Kinder, die den ersten Kontakt herstellen. Mutter Theresa, Alias Heidi W. aus E. waltet ihres Amtes und verteilt Schreibhefte und Stifte – das die Kinder ja was lernen mögen!
Ein gewisser Admiral G. ebenfalls aus E., aber einem anderen E. als Heidi W. aus E. (….also wohl eher aus UK) zelebriert derweil seinen jährlichen Ehrentag am Strand mit einem Lobster BBQ, läßt sich die eigenhändige Hinrichtung der Tiere nicht nehmen und
erntet ob der angewandten Technik nur das milde Lächeln der Einheimischen. Näheres dazu in dem Blog der MAUNIE. Der Ort der Handlung wurde im übrigen natürlich zuvor eingehend inspiziert:
Angeblich bestehen die SAN BLAS Islands aus 365 Einzelinseln – behauptet jedenfalls Eric Ballhaus. Der kommt eigentlich aus Deutschland und hat den einzigen Cruise Guide für diese Region geschrieben. Mit einer Hingabe und einem Detailreichtum, der uns höchsten Respekt abnötigt. Schade, das er mit dem PANAMA CRUISING GUIDE nicht reich werden kann, aber schön das er uns hier damit eine sichere Navigation ermöglicht!
Diese Inseln sind recht unterschiedlich. Unbewohnt, teilweise bewohnt oder, nach unseren Maßstäben, übervölkert! In jedem Fall sehr flach, ca. 2-4 Meter über dem Meeresspiegel. Eine große Welle, die über die vorgelagerten Korallenriffe rennt, würde eine Katastrophe auslösen – scheint aber nicht die Regel zu sein. Zum Glück!
Diese Kulisse muss man sich aber mit viel, viel Wind von See (also von Ost) vorstellen. Der bläst unentwegt und sorgt für eine ordentliche Brandung an den vorgelagerten Korallenriffen. Wer hätte gedacht, das die Brandung so laut sein kann? Als geneigter
grüner Europäer fragt man sich, wieso hier keine Windräder stehen. Statt dessen Dieselgeneratoren, wo benötigt.
Die Wassertemperatur entspricht in etwa der der Luft – das erleichtert den Sprung in das (dann doch nicht mehr so) “kalte” Naß doch sehr!
Heute werden wir uns 12 Seemeilen in die Hollandes Cays vorholen. Mal sehen, ob diese Inselgruppe anders ist.
Wenn nicht, auch gut…
…dann fällt der Abschied nicht so schwer!
Peter.